Dirndlkoalition von WählerInnen gewünscht, aber noch nicht möglich!

Die aktuellen Umfragen zeigen, dass die Dirndlkoalition in den letzten Wochen einen deutlichen Aufstieg in der Popularität der WählerInnen verzeichnen konnte. Sie liegt jetzt auf Platz 2. Bei den Umfragewerten der einzelnen Parteien ist jedoch kaum Bewegung zu verzeichnen.

Bereits vor 4 Wochen war die Wunschkoalition der österreichischen WählerInnen Schwarz-Blau. 18% wünschten sich eine ÖVP-FPÖ Regierung, gefolgt von der großen Koalition aus ÖVP-SPÖ mit 17%. Schwarz-Grün-Pink (damals gab es den Begriff Dirndlkoalition noch nicht) landete auf Platz 4 mit gerade einmal 7%. Da war die Wahl noch relativ weit weg und die Gedanken der ÖsterreicherInnen auch noch nicht bei möglichen Koalitionen.

Dirndlkoalition auf Platz 2 der Wunschkoalitionen

5 Tage vor der Wahl sind die Koalitionswünsche der ÖsterreicherInnen schon wesentlich ausgeprägter. Die bevorzugte Koalitionsvariante ist immer noch Schwarz-Blau mit 34-40%. Überraschend und aus unserer Sicht sehr erfreulich ist jedoch, dass die Dirndlkoalition auf Platz 2 aufgerückt ist. 18% wollen laut Österreich (Research Affairs) Schwarz-Grün-Pink und laut Kurier (OGM) lehnen sogar 22% die Fortsetzung des Stillstands einer großen Koalition oder eine Regierungsbeteiligung der Blauen ab. Die große Koalition fällt auf Platz 3 in der Wählergunst mit 17-21%.

Die Umfragen zeigen auch, dass die ÖsterreicherInnen mit überwältigender Mehrheit (62%) davon überzeugt sind, dass Kurz die meisten Stimmen bekommen wird. Nur mehr 17 bzw. 15% glauben, dass Strache oder Kern die Wahl gewinnen können. Diese Verschiebungen sind nach den Schmutzkübelkampagnen der letzten Wochen und der Silberstein-Affäre nicht wirklich überraschend. Überraschend ist jedoch, dass bei der Sonntagsfrage praktisch keine Bewegung zu beobachten ist. Die ÖVP liegt bei 33-34%, die FPÖ bei 25-27%, die SPÖ bei 23-27%, Grüne und NEOS jeweils bei 4-6%.

Es fehlen 3-6 Prozentpunkte

Und hier liegen auch das Problem und der Widerspruch zwischen den Koalitionswünschen und der Parteipräferenz. Eine Dirndlkoalition ist schlichtweg (noch) nicht möglich. Schwarz, Grün und Pink kommen zur Zeit in Summe auf 42-45% der Stimmen und das reicht nicht für eine Mehrheit, egal ob die Liste Pilz den Einzug schafft oder nicht. Es müssen noch in Summe 3-6 Prozentpunkte von den anderen Parteien zu ÖVP, Grünen und NEOS wandern (d.h. 1-2 Prozentpunkte pro Partei), um eine Dirndlkoalition möglich zu machen.

Wählen! Nicht Wünschen!

Für uns ist daher völlig klar: Nicht wünschen! Wählen! Wenn Sie tatsächlich weder eine große Koalition noch die FPÖ in der Regierung sehen wollen, bleibt nur eine Möglichkeit: Wählen Sie am 15. Oktober die Liste Kurz, die Grünen oder NEOS!

Öxit oder nicht Öxit? Das ist hier die Frage.

Es ist noch gar nicht so lange her, da zündelte der letztendlich erfolglose FPÖ-Präsidentschaftskandidat in seinem Wahlkampf mit dem EU-Austritt. Das war noch vor Brexit und Trump und das Thema verbindet die FPÖ mit ihren FraktionskollegInnen im EU-Parlament von der AfD (D), Front National (F), Vlaams Belang (B), PVV (NL), Lega Nord (I) und UKIP (GB).

Das Thema war für viele BürgerInnen dann doch zu gefährlich und einer der Hauptgründe, der selbst sogenannte „stockkonservative“ WählerInnen letztlich trotzdem dazu bewegte, über ihren Schatten zu springen und den ehemaligen Grünen Van der Bellen zum Bundespräsidenten zu wählen; zweifellos eine Richtungsentscheidung hin zu einem gemeinsamen Europa.

Mit dieser Weichenstellung sind nicht nur andere Länder der EU regelmäßig betroffen, sie steht uns auch in Österreich ein weiteres Mal bevor. Riskiert man eine noch größere Beschädigung der EU und Österreichs, indem man unser Land weiter von dieser Gemeinschaft distanziert oder entscheidet man sich für einen europäischen Kurs und bemüht sich um die Sanierung der vielen Baustellen, die auch pro-europäische PolitikerInnen klar im Blick haben.

Europa geht nicht nur über territoriale Grenzen hinaus, sondern auch über parteiliche

Um überhaupt ein Gegengewicht zu einer schwarz-blauen oder rot-blauen Regierungskonstellation zu schaffen, ist eine schwarz-grün-pinke Mehrheit, die einzige Regierungszusammensetzung, die sich noch realistisch ausgehen kann. Aus diesem Grund sind dieses Mal wohl eher die „Stockkonservativen“ auf der linken Seite des Wahlspektrums und die Protest- und NichtwählerInnen aufgerufen, sich ein Herz zu nehmen und taktisch zu wählen. Mit den Grünen und NEOS steht ihnen dafür eine ehrliche, faire und zuverlässige Option offen, ohne sich ideologisch so verbiegen zu müssen, wie dies Konservative einst für Van der Bellen getan haben.

Daher der Appell: Wenn man eine konstruktive und pro-europäische Alternative zu einer blauen Regierungsbeteiligung möchte, dann wird dies rechnerisch nur möglich, wenn entweder für die Liste Kurz, die Grünen oder die NEOS bei der Nationalratswahl 2017 abgestimmt wird. Denn eine verlorene Stimme nährt höchstens den Frust nach der Wahl über eine Regierung mit der FPÖ!

Tobias Marboe

7 Gründe für Schwarz-Grün-Pink

  1. PRO-EUROPÄISCH
    Österreich besteht doch auch aus Regionen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Kärnten, Vorarlberg, die Josefstadt oder Favoriten. Die Vielfalt macht uns aus. Und warum sollte man diese Vielfalt denn auf Österreich einschränken: Wir sind doch alle Teil von Europa, einer Idee, die nicht von Nationalismus und Separationsgeist getragen ist.
  2. WELTOFFEN
    Was sagt Papst Franziskus: Wer bin ich um über andere Lebensweisen zu richten? Warum sollte das dann die Republik Österreich gegenüber ihren eigenen StaatsbürgerInnen tun?
  3. BILDUNGSORIENTIERT
    Eine Bildungsreform für mehr Förderung von Talenten, statt der ständigen Beschäftigung mit den jeweiligen Schwächen.
  4. WEIBLICH
    Mit Lunacek und Griss gibt es bei den Grünen und den NEOS zwei Spitzenkandidatinnen, was bei Schwarz, Rot, Blau oder Pilz fehlt.
  5. ÖKOSOZIAL
    Entwickelt von den Grünen, formuliert von Josef Riegler (ÖVP), beachtet von den NEOS.
  6. UNTERNEHMERISCH
    Die Mündigkeit und Initiative des Einzelnen stellt die Basis unserer Gesellschaft dar – ob als KMU, EPU, als klassischer Selbstständiger oder in NGOs.
  7. KEIN BLAU
    Das hatten wir schon! Erinnern Sie sich nur an Persönlichkeiten in der Regierung wie Michael Krüger, Dieter Böhmdorfer, Karl Heinz Grasser, Herbert Haupt, Monika Forstinger, Matthias Reichold oder Hubert Gorbach.

Wir wollen Lunacek & Strolz als MinisterInnen

Die Initiatoren von Schwarz Grün Pink, Moriz Piffl und Golli Marboe, erklären, welche MinisterInnen sie sich in der nächsten Regierung wünschen – und welche nicht.

Helfen Sie dabei mit und wählen Sie am 15. Oktober Schwarz, Grün oder Pink!

Die Partei-Dirndlmotive zum Teilen

Sie finden, dass alle Parteien vor der Wahl die selben Versprechen abgeben? Gerechtigkeit, eine neue Politik, Aufbruch, Fairness, eine bessere Zukunft usw. Keine der Parteien wird jedoch nach der Wahl ihre Versprechen – grüne Gerechtigkeit, eine neue pinke Politik, einen türkisen Aufbruch, blaue Fairness oder eine rote Zukunft – alleine umsetzen können.

Daher kommt es für uns darauf an, wer mit wem regieren wird. Wir haben uns daher die Freiheit – oder besser die Frechheit – herausgenommen, die überall präsenten Werbemotive der schwarz-grün-pinken Parteien im Sinne einer Dirndlkoalition zu modifizieren. Unsere Motive sind natürlich ironisch gemeint aber in der Kernaussage ernst. Wenn Sie sie witzig, wichtig oder richtig finden, teilen Sie sie einfach.

Wir haben für Sie verschiedene Formate zusammengestellt: zum Teilen, Posten, als Coverfoto oder einfach zum Downloaden.

Ab auf die Seychellen mit Schwarz Grün Pink

Hinter dem reißerischen Titel verbirgt sich politisches Fachwissen und ein glücklicher Gewinner.

Gregor Gredler gewann am 2. Oktober das große Finale von „Nationalraten – Die politische Quiz-Talk-Show“ in ORF 1. Er suchte sich als seine Wunschparteien die ÖVP, NEOS und die Grünen aus und beantwortete die Fachfragen zu den Dirndl-Parteien mit Bravour. Jetzt darf der sympathische Polit-Sieger mit seiner Freundin Verena den Hauptpreis einstreichen: eine Reise auf die Seychellen.

Wir gratulieren Gregor Gredler zum Quiz-Sieg recht herzlich und sehen den Erfolg seiner Dirndlkoalition als gutes Omen für den 15. Oktober.


Und für alle Polit-Quiz-Fans hier die Siegerfragen:

  • ÖVP: In wie vielen Bundesländern stellt die ÖVP, die 1945 gegründet wurde, ununterbrochen den Landeshauptmann?
    Antwort: Vier (Vorarlberg, Tirol, NÖ, OÖ)
  • NEOS: In welchen zwei Bundesländern sind die NEOS im Landtag vertreten?
    Antwort: Vorarlberg und Wien
  • Grüne: Wie lautet der Name der allerersten Parteivorsitzenden der österreichischen Grünen?
    Antwort: Freda Meissner-Blau

Alle Folgen und Backstageberichte von „Nationalraten“ gibt es unter: http://nationalraten.orf.at/blog/

Die Dirndl-Koalition auf Facebook

Sie können uns jetzt auch auf Facebook folgen, teilen und über die schwarz-grün-pinke Dirndl-Koalition diskutieren.

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Willkommen bei der Initiative Schwarz Grün Pink!

Wir sind ein Team von sieben Frauen und Männern, die sich gemeinsam für eine Dirndl-Koalition nach der Nationalratswahl einsetzen. Dirndl-Koalition? Schwarz-Grün-Pink – so wie ein Dirndl, heimatverbunden, zeitgemäß, eigenwillig, österreichisch.

Eine schwarz-grün-pinke Koalition ist sicher keine Liebeshochzeit, sondern eine Vernunftehe. Und genau das braucht es! Eine Reformkoalition der Vernunft. Koalitionspartner, die sich inhaltlich mit ihren Zielen und Programmen auseinandersetzen und einen rationalen, zukunfts- und reformorientierten Kompromiss schließen.

Und für uns ist klar: Kurz wird die Wahl gewinnen. Manche finden das toll, manche nicht. Entscheidend aber ist, mit wem die ÖVP in Zukunft regieren wird. Und die Vorstellung der Fortsetzung des Stillstands ist für uns fast genauso schlimm wie eine blaue Regierungsbeteiligung. Das gleiche gilt übrigens für eine immer noch denkbare rot-blaue Koalition.

Weil aber Jammern nix bringt, haben wir beschlossen, etwas zu unternehmen. Wir finden eine Dirndl-Koalition nicht nur besser als alle anderen Alternativen, wir sind überzeugt, dass diese drei Parteien gemeinsam dringend nötige Reformen bei Budget, Bildung, Digitalisierung, Bürokratie, Klimaschutz, Integration, Lohnnebenkosten, Europapolitik, Steuern u.s.w. vernünftig und zukunftsorientiert angehen werden.

Zur Zeit kommt Schwarz-Grün-Pink laut Umfragen auf 43 bis 46 % der Stimmen. Es fehlen also nur wenige Prozentpunkte auf eine Mehrheit. Wenn Sie eine Dirndl-Koalition, so wie wir, für die beste Koalitionsvariante halten, dann unterstützen Sie diese Initiative und

wählen Sie am 15. Oktober Schwarz, Grün oder Pink!

 

Das Team der Initiative Schwarz Grün Pink